Auf dem Sommerweg zu Hütte mußten wir einmal für etwa 5 Min. die Ski tragen.
Südseitig war der Schnee bereits knapp. Aufgrund dessen änderten wir das Ziel und stiegen links zur Gümplespitze auf. Die nächtliche Abstrahlung sorgte für eine kompakte gut zu gehende Schneedecke.
Nach einem finalen, teils steileren Aufstieg zum Schluss ohne Ski erreichten wir den Gipfel der Gümplespitze (2.518 m).
Ein Panorama, das keine Wünsche offen ließ. Von den Lechtalern bis weit in die Silvretta reichte der Blick, während unter uns die weiten Hänge auf unsere Spuren warteten.
Die Abfahrt von der Gümplespitze war ein wahrer Genuss.
Wir hatten das Timing perfekt abgepasst: Die oberste Schicht war gerade so weit aufgeweicht, dass wir perfekten Firn hatten.
Da die Beine noch fit und die Bedingungen zu gut waren, um schon aufzuhören, entschieden wir uns spontan für einen Nachbargipfel. Nach einem kurzen, sonnigen Gegenanstieg standen wir erneut oben. Diese Bonus-Höhenmeter belohnten uns mit weiteren unverspurten Firnhängen, die wir in großen Schwüngen auskosteten.