Jetzt sind andere Bergsportarten oft die bessere Wahl
Während Bergwanderungen vielerorts nicht möglich sind, bieten sich aktuell andere Aktivitäten an: Ski- und Skihochtouren profitieren derzeit von den kurzfristig guten Schneeverhältnissen.
Allerdings gilt auch hier:
Radfahren – Gravel und Mountainbike – sind vor allem in tieferen Lagen bereits gut möglich und aktuell eine attraktive Alternative. Bike-Touren sollten jedoch bewusst talnah geplant werden, da in höheren Lagen weiterhin Schnee liegt. Vor dem Start in die Bikesaison empfiehlt der DAV zudem einen gründlichen Bike-Check sowie eine angepasste Tourenwahl – viele technische Punkte lassen sich dabei selbst überprüfen.
„Zum Saisonstart gilt auch auf dem Bike: lieber gemütlich beginnen und sich wieder an die Belastung gewöhnen“, sagt Nicolas Gareis, Mountainbike-Experte des DAV. „Nicht gleich die schwierigsten Trails fahren, sondern langsam steigern – und je nach Temperatur auch an geeignete Kleidung denken.“
Auch wohnortnahes Wandern ist ein idealer Einstieg in die Saison: Spaziergänge, kürzere Touren oder “Waldbaden” bieten Bewegung, Naturerlebnis und deutlich geringere Risiken.
„Die Natur zeigt sich gerade von ihrer schönsten Seite – blühende Landschaften, erste warme Tage, viel Licht“, sagt Stefan Winter. „Wer jetzt bewusst in niedrigeren Lagen unterwegs ist, kann den Start in die Saison genießen – sicher und entspannt.“
Rücksicht auf Wildtiere in sensibler Jahreszeit
Mit dem Frühling beginnt auch eine besonders sensible Phase für die Tierwelt. Viele Tiere wie Gämse, Steinbock, Birkhuhn oder Auerhuhn sind nach dem Winter geschwächt und haben ein großes Energiedefizit. Gleichzeitig beginnt für viele Arten die Balz- und Brutzeit – Störungen können hier besonders gravierende Folgen haben, sodass die Tiere nicht überleben oder sich nicht fortpflanzen können.