2026-10-15 E-Biketour Rund um den Sorgschrofen | © Copyright: DAV Sektion Isny

E-Biketour Rund um den Sorgschrofen

15.10.2026

Es sollte wieder einmal ein wunderbarer Radltag werden.

Bei bestem Herbstwetter stellten wir unsere Autos an der Ostrach zwischen Sonthofen und Hindelang ab und bald ging es, parallel zu den bei den Motorradfahrern beliebten 106 Kehren, auf der ehemaligen Salzstrasse ziemlich steil und dafür umso ursprünglicher den Jochpass hinauf nach Oberjoch. Oben bescherte uns der Blick zurück einen weiten Panoramablick auf die Nagelfluhkette, die Vorarlberger und die Schweizer Alpen, der Blick nach vorn eine Aussicht auf die Iselerkette, die leuchtend bunte Hochmoorebene und den Star der heutigen Runde, den Sorgschrofen. Zunächst ging es auf geteerten Wegen am Ursprung der Wertach vorbei hinab zur Alpe Untere Schwande. Der Zwetschgenkuchen und die Liegestühle waren sehr verlockend, aber leider war es noch zu früh für eine Einkehr. Mit Bedauern nahmen wir die Ansage unseres Guides zur Kenntnis, dass wir hier auf keinen Fall mehr vorbei kommen würden und setzten unsere Fahrt in der Hoffnung auf andere schöne Einkehrmöglichkeiten fort. 

Auf Schotterwegen ging es also weiter nach Unterjoch hinunter. An einer Fitnessstation konnte wer wollte seine Reflexe auf einem Wackelbrett testen bevor es nach einem kurzem Gegenanstieg nach Jungholz/Tirol ging. Hier betrachteten wir mit großem Interesse die modernen Kunstwerke im Garten eines Privathauses und ließen uns anschließend auf den sonnigen Bänken der Liftanlage die Brotzeit schmecken. Gestärkt fuhren wir danach an der hübschen Alpenchalets-Anlage vorbei und weiter zu einer steilen Abfahrt, die ins wilde Vilstal hinunterführt. Auf Forstwegen begleiteten wir dann, den gezackten Sorgschrofen immer im Blick, die Vils flussaufwärts. Wo das Tal sich öffnet, lädt eigentlich die Alpe Kälberhof zur Einkehr ein, sie hatte aber heute zu. So folgten wir im Windschatten unseres Guides der tief eingeschnittenen Vils, machten so manche Naturbeobachtung und puzzelten bei jedem Halt unsere geografischen Kenntnisse über Ursprung und Verlauf der heimischen Gebirgsflüsse zusammen. Bald erreichten wir Schattwald/Tirol und wir entschieden uns für eine schmale Fahrstrasse, die uns an einem Moorweiher vorbei, quer durch Wald und Wiesen, und wer hätte es gedacht, just wieder vor die Terrasse der Alpe Untere Schwande führte. Die Freude war groß, die Stimmung ausgelassen, die Kuchenanzahl schließlich größer als die Teilnehmergrösse.

Eigentlich hätten wir es ja wissen müssen, dass man unseren Guide nicht immer ganz beim Wort nehmen darf, aber nach unserem Geschmack hatte er wieder alles richtig gemacht. Von Oberjoch ging es zum Schluss in rasanter Abfahrt wieder zurück zum Ausgangspunkt.

48 km, 890 Hm, 3:02 Fahrzeit, Teilnehmer: 4

Guide: Anton Natterer

Bericht: France