2026-09-13 Schweizer Alpstein-Wandertour | © Copyright: DAV Sektion Isny

Schweizer Alpstein-Wandertour

13.09.2026

Am Sonntag, den 13. September, starteten wir unsere Tour um 6:00 Uhr an der Remise. Mit einem vollbesetzten DAV-Bus fuhr unsere Tourenleiterin Petra Friedrich zur Schwägalp, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Bei bestem Bergwetter erwartete uns ein herrlicher Wandertag. Da die Bergbahn in diesem Jahr nicht in Betrieb ist, war der Aufstieg auf den Säntis zu Fuß besonders lohnend.

Der Aufstieg führte uns durch eine malerische Landschaft vorbei an idyllischen Alphütten. Nach einer Weile führte ein blau-weiß markierter Pfad steil hinauf zu den Nasenlöchern, zwei markanten Felsöffnungen in der Wand. Diese Passage war spannend und bot uns eine großartige Gelegenheit, die beeindruckenden Felsformationen aus nächster Nähe zu bestaunen.

Weiter ging es steil hinauf zum Grat, wo der Pfad teilweise ausgesetzt war. Über mit Drahtseilen und Eisentritten gesicherte Felspassagen kletterten wir hinauf zur Hinteren Öhrligrueg. Dort angekommen, konnten wir mehrere Steinböcke aus nächster Nähe beobachten.

Anschließend ging es über die mondlandschaftartige Rossegg, stets mit beeindruckendem Blick auf den Säntis. Vorbei an der Passage Blauschnee ohne Schnee stiegen wir über die seilversicherte Himmelsleiter weiter bergauf. Nach insgesamt etwa fünf Stunden erreichten wir schließlich unseren Gipfel auf 2.502 m. Dort gönnten wir uns eine wohlverdiente Gipfelrast und genossen bei strahlendem Bergwetter den atemberaubenden Ausblick über die umliegenden Berge und Täler.

Der Abstieg begann über den Tunnel zur Himmelsleiter, die für ihre extreme Steilheit bekannt ist. Die Passage war hervorragend gesichert. Anschließend führte der Weg weiter über die Karrenfelder hinunter zum Girrensattel, wo wir an zerklüfteten Felsen vorbeikamen und tiefe Spalten zu sehen waren. Aufgrund des losen Gerölls mussten wir hier besonders konzentriert und vorsichtig absteigen.

Etwa auf der Hälfte des Abstiegs erreichten wir das traditionsreiche Berggasthaus Tierwis auf 2.085 Metern Höhe. Dort legten wir eine kurze Trinkpause ein, bevor es weiter bergab ging.

Der Pfad wandte sich anschließend steil hinunter durch die felsige Musfalle, die ebenfalls gut mit Drahtseilen gesichert war. Der Weg blieb durchgehend steil und erforderte nochmals gute Trittsicherheit und Konzentration.

Nach insgesamt etwa 8 Stunden Gehzeit, ca. 15 km und rund 1.350 Höhenmetern erreichten wir schließlich wieder den großen Parkplatz an der Schwägalp. Erschöpft, aber glücklich über die erlebnisreiche und abwechslungsreiche Tour, blickten wir auf einen wunderschönen Bergtag zurück und fuhren zurück ins Allgäu. 

Unser herzlicher Dank gilt unserer souveränen und erfahrenen Tourenleiterin Petra Friedrich, die uns sicher und mit viel Engagement durch diese beeindruckende Berglandschaft geführt hat.