2026-06-25 bis 2026-06-28 4-Tages Hüttentour durchs Tote Gebirge | © Copyright: DAV Sektion Isny

Viertägige Wanderung des DAV Isny im Toten Gebirge

25.06.2026

Am 25. Juni um 6:00 Uhr morgens starteten wir frisch und gut gelaunt mit dem DAV Bus in Isny in Richtung Salzkammergut.

Nach einer angenehmen Anreise erreichten wir mittags das Almtaler Haus, wo wir uns mit erfrischenden Getränken stärkten, bevor wir den ersten Teil unserer Wanderung in Angriff nahmen.

Der Weg führte uns zunächst flach am Bachbett der Hinteren Hetzau entlang. Doch schon bald wurde der Pfad steiler und anspruchsvoller. Über Leitern und gesicherte Drahtseile erklommen wir die zahlreichen Kehren zur Welser Hütte. Die Mittagshitze machte den Aufstieg zusätzlich herausfordernd, aber die Vorfreude auf die Hütte motivierte uns.

An der Welser Hütte angekommen, wurden wir mit köstlichem Essen und einem atemberaubenden Sonnenuntergang belohnt. Das Panorama war einfach sensationell. An diesem Tag legten wir insgesamt 6,4 km mit 1020 Höhenmetern zurück.

Frisch gestärkt begaben wir uns am zweiten Tag auf den Weg zum Fleischbanksattel. Der Steig führte steil über eine Leiter und mit Drahtseilen gesicherte Stellen zum Sattel hoch. Wir überquerten dabei mehrere Schneefelder, wo wir aus nächster Nähe Gemsen bei ihren akrobatischen Sprüngen beobachteten und meisterten die gesicherten Stufen in den Felsen.


Von dort aus ging es dann hinauf zum Großen Priel, dem höchsten Gipfel im Toten Gebirge mit stolzen 2515 Höhenmeter. Der Gipfelanstieg verlief zunächst über eine breite Schulter und dann über einen schmalen Grat zum Gipfel. Hier bot sich uns ein beeindruckendes Panorama, das die Mühen des Aufstiegs mehr als wettmachte.

Der Abstieg erfolgte auf dem gleichen Weg zurück zum Fleischbanksattel, die weite Karstlandschaft des toten Gebirges vor Augen. Die Durchschreitung des Plateaus führte uns nun über in Fels geschlagene Stufen, steinerne Brücken und mehrere Schneefelder. Nach der anstrengenden und abenteuerlichen Durchquerung erreichten wir schließlich die idyllisch gelegene Pühringer Hütte, wo wir uns mit einem erfrischenden Bad im Elmsee belohnten. An diesem Tag bewältigten wir insgesamt 13 km und 1050 Höhenmeter.

Am dritten Tag führte unsere Wanderung über die Elmgrube hinauf zum Wildgössel (2065 m). Der Gipfel belohnte uns mit einem wunderbaren Ausblick und wir genossen auf dem Gipfel eine ausgiebige Pause. Es war wieder ein heißer Tag, aber die Vorfreude auf die Hütte wuchs mit jedem Schritt. Wir waren erleichtert und froh, als wir das Albert Appelhaus endlich in Sicht bekamen. Zwei unserer Teilnehmer waren trotz Hitze noch voller Elan und entschieden sich vor der Einkehr den Redenden Stein zu besteigen. An diesem Tag legten wir insgesamt 12 km und 800 Höhenmeter zurück. Wir feierten unseren letzten Hüttenabend mit köstlichem Essen und entspannter Stimmung. 
 

Am Sonntag begann unsere Wanderung an Almen vorbei zum traumhaften Wildensee. Dieser Wildsee war einfach wunderbar und bot eine malerische Kulisse. Der Weg führte uns dann durch blühende Wiesen zur Rinnerkogelhütte. Ab der Hütte ging es über steile Stufen hinab Richtung Offensee. Dieser Abstieg erforderte volle Konzentration und war sehr kräftezehrend.

Wir waren überglücklich als wir den Offensee erreichten und uns dort mit einem erfrischenden Bad abkühlen konnten. Nach diesen intensiven und erlebnisreichen Tagen fuhren wir gutgelaunt, voller schöner Eindrücke, nach Hause. An diesem letzten Tag legten wir 10 km mit einem Abstieg von 1100 Höhenmetern zurück.

Diese viertägige Wanderung war ein unvergessliches Abenteuer, gefüllt mit Herausforderungen, atemberaubenden Ausblicken und wunderbaren Momenten in der Natur.


Organisation: Melanie Sigel u. Gabi Steinhauser

Tourenführung: Hans Dinser u. Gabi Steinhauser